Das Projekt »Ein Verein für Alle«

Die IVF Leipzig ist seit 10 Jahren in der Antidiskriminierungsarbeit im Fußball aktiv. Mit dem neuen Projekt »Ein Verein für Alle« setzen wir explizit auf eine langfristige Zusammenarbeit mit sächsischen Fußballvereinen. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Sensibilisierung der Vereinsmitglieder gegenüber diskriminierendem Verhalten und Vorurteilen im Fußball sowie ein Austausch über Gegenstrategien.

Mit vielfältigen Bildungsangeboten möchten wir die verschiedenen Akteur*innen in den Vereinen ansprechen und gemeinsam mit ihnen eine Vereinskultur der Gleichberechtigung und Vielfalt stärken.

Das Projekt wird durch das Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz« des sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz und der DFB Kulturstiftung gefördert. Daher können wir die Workshops kostenlos anbieten.




Unser Projektangebot

  • Unser Angebot richtet sich an Vereine, die sich aktiv mit ihrer Vereinskultur auseinandersetzen und gesellschaftliche Verantwortung im Vereinsalltag leben wollen.
  • Der Fokus des Projekts liegt auf der regelmäßigen Durchführung von Workshops mit den aktiven Mitgliedern und Sportler*innen der Vereine. Ziel ist es, Workshops jährlich wiederkehrend mit verschiedenen Teams/Gruppen der Vereine durchzuführen.

Ein Beispiel: Hat sich das C-Jugend Team in einem Jahr über ‘Diskriminierung im Fußball (WS1)’ auseinandergesetzt, kann ein oder zwei Jahre später das Thema ‘Geschlechterrollen im Fußball (WS2)’ behandelt werden.

  • Wir bieten neben den regelmäßigen Workshops einen kontinuierlichen Austausch über die Entwicklungsmöglichkeiten der Vereine bezüglich Vielfalt und Gleichberechtigung an.
  • In Zusammenarbeit mit den Vereinen werden die Inhalte der Workshops an die Situation in den Vereinen ausgerichtet. Alle Workshops sind modular aufgebaut und können flexibel kombiniert werden.
  • Unsere Angebote setzen an den Erfahrungen und der Lebenswelt der Teilnehmenden an, wollen zum kritischen Nachdenken anregen und die Handlungskompetenzen der Sportler*innen und Vereinsaktiven stärken.
  • Unsere Methoden aus der Antidiskriminierungspädagogik haben einen expliziten Fußballbezug. Durch diese zielgruppennahe Ausrichtung wird der Zugang zum Themenkomplex Antidiskriminierung und Diversität erleichtert.
  • Unsere Teamenden sind selbst in Fußballvereinen engagiert und kennen die besonderen (zeitlichen) Bedingungen der Sportvereine mit ihrem hohen Anteil ehrenamtlichen Engagement.

Die Workshops

Die Workshops werden für alle Vereinsaktiven und Sportler*innen ab 12 Jahre angeboten und dauern ca. 4 Stunden.


Der Workshop 1 – Diskriminierung im Fußball:

In diesem Workshop werden Beispiele von Diskriminierung im Fußball eingeordnet und diskutiert. Darüber hinaus wird mit Bezug auf alltägliche Situationen besprochen, wie sich Einzelpersonen und Gruppen bei Diskriminierung verhalten und aktiv werden können.


Der Workshop 2 – Geschlechterrollen im Fußball:

Der Workshop soll helfen, sexistische Vorurteile zu hinterfragen und Geschlechterklischees im Alltag, im Sport und in den Medien kritisch zu betrachten. Es werden gemeinsam Strategien überlegt, wie sexistischem Verhalten oder Sprechen entgegengewirkt und starre Rollenverteilungen aufgeweicht werden können.


Der Workshop 3 – Ein Verein für Alle:

Der Workshop richtet sich an alle Vereinsaktiven im Haupt- und Ehrenamt, z. B. Vorstände, Funktionär*innen, Trainer*innen – also alle, die Aufgaben jenseits vom Fußballspielen übernehmen. Ein Ziel des Workshops ist es, bei den Teilnehmenden eine nachhaltige Reflexion über die eigene Vereinskultur sowie die Möglichkeiten von Teilhabe im Verein anzustoßen. Dafür sollen Visionen entwickelt werden, wie ein offener, vielfältiger Verein aussehen kann, um im Nachgang konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Der Workshop richtet sich stark an den Bedürfnissen des jeweiligen Vereins und seiner Mitglieder aus und wird in Vorabgesprächen geplant und strukturiert.


Der Workshop 4 – Empowerment von Frauen und Mädchen im Fußball:

Durch den Workshop werden Spielerinnen und in Fußballvereinen aktive Frauen auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung und Gleichberechtigung im Verein unterstützt. Eigene Erfahrungen von Ungleichbehandlung werden besprochen und Benachteiligung von Frauen und Mädchen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft, aber vor allem im Fußball sichtbar gemacht. Des Weiteren werden Möglichkeiten der Veränderungen und des individuellen und gemeinschaftlichen Handelns erarbeitet.



Vorteile für teilnehmende Vereine

  • Der Fairplay-Gedanke auf dem Platz und im Verein wird gestärkt.
  • Im Verein wird der respektvolle und solidarische Umgang untereinander gefördert.
  • Ein Verein der Vielfalt und Gleichberechtigung vorlebt kann sich langfristig gut entwickeln.
  • Werden diese Werte im Verein aktiv gelebt, wird dies auch von der Öffentlichkeit wahrgenommen.
  • Ein Verein, der explizit für demokratische Werte steht, wirkt abschreckend auf Rechtsextremist*innen.
  • Austausch und Diskussionen der Vereinsmitglieder über ihren Verein und dessen Entwicklung bereichern die Vereinskultur.
  • Ein Verein zum »mitgestalten« fördert das Engagement der Mitglieder.

Kontakt

Für weitere Informationen nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf.